Fachkonferenz Familie im Austausch zum Thema NACHHALTIGKEIT in FAMILIEN

Fachkonferenz Familie im Austausch zum Thema NACHHALTIGKEIT in FAMILIEN

Foto: Besim Mazhiqi

Zum Thema „Nachhaltigkeit in Familien“ trafen sich die Mitglieder der Fachkonferenz Familie im März im Katholischen Centrum. Vertreter*innen der verschiedenen Akteure (u.a. kefb, Schwangerenberatung, DJK und Pastorales Personal aus den Pastoralen Räumen) tauschten sich zu den verschiedenen Angeboten aus, teilten Erfahrungen und benannten Herausforderungen.

Beispielhaft sind hier u.a. Veranstaltungen, die sensibel für die Thematik machen, bspw. das Angebot der kefb „Nachhaltigkeit – ganz einfach im Alltag erleben(zum Angebot bitte hier klicken).

Neben Angeboten wie Second-Hand-Basaren der Schwangerenberatung, Projekten zur Mülltrennung in Kindergärten, Gruppenstunden und der bewussten Auswahl von Lebensmittelmitteln wurde deutlich, dass das Thema Nachhaltigkeit sich nicht eindimensional betrachten lässt, sondern zwangsläufig auch andere Bereiche des alltäglichen Lebens berührt.

Nachhaltigkeit beziehe sich nicht nur auf den Schutz von Ressourcen, sondern berühre im Familienleben auch den Bereich der Bildung. Unter dem Stichwort „nachhaltige Entwicklung“

beruft sich u.a. die kefb auf die 17 Bildungsziele, die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Das Ziel der sog. „Sustainable Development Goal 4“ – der Agenda Bildung 2030 – lautet, allen Menschen bis 2030 einen gerechten und lebenslangen Zugang zur Bildung zu gewährleisten (Quelle: UNESCO-Weltbildungsbericht | Deutsche UNESCO-Kommission, bitte hier klicken). Dieses beinhalte das Bestreben der Chancengleichheit und sowohl Kindern als auch Erwachsenen uneingeschränkt der Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen. Bedauerlicher Weise gäbe es auch in Dortmund diesbezüglich noch Verbesserungsbedarf.

Das Erreichen der Familien, für die die entsprechenden Angebote ausgelegt sind, beschreiben die Mitglieder der FK Familie als große Herausforderung. Jedoch, so betonen die Akteure, darf an dieser Stelle nicht der Trugschluss aufkommen, dass es mangelndes Interesse sei, was Familien daran hindert sich mit dem Thema Nachhaltigkeit im Familienalltag zu befassen oder umzusetzen. Oftmals sind es andere Themen und Herausforderungen, denen Familien in Dortmund ausgesetzt seien, so dass Ressourcenschutz und die Erhaltung der Schöpfung keine Priorität besitzen. Fragen nach der Finanzierung der Miete oder von Lebensmitteln liegen hier oftmals obenauf.

Dennoch, so die Wahrnehmung, seien die Familien einem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt möglichst umfassend ökologisch, biologisch, ressourcenschonend und nachhaltig ihr Familienleben zu gestalten. Jener überfordere häufig, rufe Frust bei Nicht-Gelingen hervor und habe nicht selten Stagnation und Resignation zur Folge. Aufgabe sei es in diesem Zusammenhang auch kleine Umsetzungserfolge wertzuschätzen, kleine Schritte der Veränderung anzuerkennen, so dass diese langfristig Einzug in den Alltag finden können.

Nichtsdestotrotz sei anzuerkennen, dass Familien einen für sich ganz individuellen Entwurf von Nachhaltigkeit leben, der sich orientiert an der Sozialisation, der Haltung, den finanziellen Ressourcen und der Bildung der Familie. Nachhaltigkeit sei eben nur ein Bereich gesellschaftlicher Entwicklungen, mit denen sich Familien auseinandersetzen müssen. Folglich sehen die Akteure der Fachkonferenz Familie ihren Auftrag darin, das Thema durch entsprechende Angebote aktuell zu halten und Chancengleichheit im Bereich der Bildung zu fördern.

Angebote, die den Bereich der Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen finden Sie unter den Angebotsseiten der Akteure.

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